Ein Postulat der beiden Zürcher Gemeinderätinnen Ann-Catherine Nabholz

Ann-Catherine Nabholz, Dr. phil. I, Dozentin, Mitglied der GLP, Gemeinderätin Stadt Zürich (Bild: Stadt Zürich)

(glp.) und Gabriele Kisker (gp.). Diese fordern in dem Vorstoss vom Stadtrat, die Areale der die Areale der neu entstehenden Familiengärten in den Gebieten Fronwald, Glaubten und Tüfwisen «biodiversitätsfördernd» zu gestalten. Insbesondere solle auf individuelle Gartenhäuschen verzichtet werden.

Gabriele Kisker, dipl. Architektin ETH, Mitglied der Grünen, Gemeinderätin Stadt Zürich; Bild: Stadt Zürich

Stattdessen wollen die beiden Postulantinnen nur noch gemeinschaftliche Bauten zulassen. Dadurch wirke der Grünraum natürlicher als bei einem Gartenhaus-Konglomerat.

Schrebergarten, Bild Tagesanzeiger

Super! Man nimmt den gut integrierten Portugiesen, Kroaten, Italiener ihren kleine Heimwehecke, die sie hier auf kreative Weise be- und ihr Heimweh verarbeiten, etwas für sich dem Boden abgewinnen, Pflege der Kameradschaft über Grenzen hinweg betreiben und so sinnvolle Freizeitgestaltung praktizieren. Das ist doch alleweil besser, als würden sie sich subversiven Tätigkeiten zuwenden mit dem Resultat, dass der Gemeinderat zusätzlich gefordert würde. In den Griff bekämen sie diese Art der Freizeitbeschäftigung kaum, wie die Geschichten um „Gefährder“ und der Unterstützer immer wieder zeigen.

Schrebergarten, nahe Letzigrundstadion Bild, Alessandro Della Bella,Keystone im Tagi

„(…) Es handle sich lediglich um einen Verzicht auf Häuschen in den Gartenarealen, hielt Ann-Catherine Nabholz ihren Kritikern entgegen. Keinesfalls wolle man den Leuten vorschreiben, wie sie zu gärtnern hätten. Zudem gebe es bereits solche Areale, die sich grosser Beliebtheit vor allem bei jüngeren Hobbygärtnern erfreuten. «Ich kann Ihnen versichern, solche Areale haben keine Schwierigkeiten, Pächter zu finden.» Es handle sich also schlicht um eine zukunftsgerichtete Form der Kleingärtnerei. Und Gabriele Kisker ergänzte, in einem Grünkorridor wie diesem gehe es schlicht nicht an, sie mit neuen Bauten vollzupflastern. «Es geht um das Klima und nicht um einzelne Gartenhäuschen.»

Hard- u. Industriequartier Zürich. Viel Potenzial für den Klimaschutz….!Bild: Roland Fischer, Zürich

Wenn mehrspurige Autobahnen mitten in die Stadt und wieder hinaus führen, ist das Thema „Klima“ wohl nicht das richtige! Einst war die Strasse zwischen Pfingstweidstrasse und dem Limmatplatz beidseitig mit Bäumen bepflanzt, die im Sommer eine gewisse Kühle erzeugten. Heute ist die Allee weg und alles zubetoniert und erst noch mit einer Hochstrasse bestückt, natürlich aus Beton und mit Asphalt belegt. Ein regelrechter Klimakiller!

Die zwei Grünen haben das Gelbe vom Ei offenbar so wenig erfunden, wie das Pulver, welches so richtig knallt! Es scheint, dass gewisse Gemeinderätinnen in Zürich kaum mehr echte Probleme zur Bearbeitung finden. Zu Profilierung und um überdie Runde bis zur nächsten Wahl zu kommen, will man gar Schrebergärtenhäuschen opfern. Es ist einfach sich die Schwächsten vorzunehmen und sie zu traktieren! Wer so etwas tut gehört nicht in eine Behörde!